Die Mietkaution wird häufig mit einem schlecht verzinsten Kautionskonto in Verbindung gebracht, ein Übel welches der Mieter in Kauf nimmt, um die lang ersehnte Mietimmobilie nutzen zu können. Hierbei unterscheiden viele Mieter bisher nicht in welcher Form die Kaution hinterlegt werden kann und ob es Möglichkeiten gibt die Mietkaution auch in anderen Formen anzulegen, um bspw. eine höhere Rendite zu erzielen. Die Anlage in Gold für die Mietkaution klingt zunächst abenteuerlich, schließlich geht es darum eine Sicherheit zu haben, welche dem Vermieter zugänglich ist, sofern seine Kosten nicht gedeckt werden – es ist jedoch einfacher und sicherer als viele andere Kautionsformen. Wir erklären Ihnen wie eine Mietkaution mit Gold möglich ist:

Physisches Gold als Mietkaution

Gold als Mietkaution

Auch physisches Gold ist als Mietkaution möglich

Warum Menschen in Edelmetalle investieren ist seit Jahrhunderten nur mit einem Grund belegt: Wertstabilität. So gibt es einen physischen Sachwert von Gold und Silber, welcher in jeder Rezession oder Krise immer noch als Zahlungsmittel akzeptiert ist. Wieviel Absicherung in Edelmetalle gewünscht und notwendig ist, bleibt jedem selber überlassen. Den Vorteil physisches Gold, also echte Goldbarren oder im Falle der Kaution Unzen zu haben ist somit ein Vorteil den viele Menschen zu schätzen wissen.

Es ist ebenfalls möglich physisches Gold als Mietkaution zu nutzen, hierbei wird ein Mietkautionsdepot als Grundlage verwendet um eine rechtssichere Verpfändungserklärung bzw. Bürgschaftsurkunde zu erhalten. Im Depot können anschließend Gold Fonds gekauft werden, welche in physisches Gold investieren.

Gold und Silber im Mietkautionsdepot

Ohne Mietkautionsdepot funktioniert die Mietkaution für Gold und Silber nicht, es benötigt eine dritte Instanz, welche die Sicherheit verwart und erst bei Bedarf Zugriff für den Vermieter ermöglicht. Hierbei besteht eine Frist von 30 Tagen, innerhalb welcher eine Meinungsverschiedenheit zwischen Mieter und Vermieter geklärt werden kann – erst dann wird die Kaution für den Vermieter liquidiert. Der Vorteil von Edelmetallen liegt in der steuerfreien Wertsteigerung, welche bereits ab einem Jahr Haltedauer möglich ist. In den meisten Fällen dauert ein Mietvertrag länger an, sodass dies zutrifft. Ebenfalls ist es nicht notwendig die Fondsanteile zu verkaufen, nachdem das Mietverhältnis aufgelöst wurde um auf jeden Fall die Haltedauer zu ermöglichen.

Der Schlüssel zu Edelmetallen als Mietkaution liegt somit darin ein Fondsdepot zu eröffnen, welchees es ermöglicht Fondsanteile zu verpfänden und eine rechtsgültige Verpfändungserklärung auszustellen. Nutzen Sie hierfür unseren praktischen Vergleichsrechner um ein passendes Mietkautionsdepot zu finden:

Edelmetalle Fonds

Edelmetalle bieten einen hohen Inflationsschutz durch eine Wertsteigerung oder zumindest einem Inflationsausgleich im Vergleich zu anderen Anlagemöglichkeiten. Nutzt man hierfür nun auch noch Fonds, welche den Goldpreis in Aktien abbilden so hat man eine doppelte Sicherheit. Mit Edelmetallfonds, welche kein physisches Gold, sonern Firmenanteile in Form von Aktien kaufen ist es ebenfalls möglich eine Mietkaution einzurichten. Hierbei wird auf das Mietkautionsdepot als Mantel zurück gegriffen um anschließend die Mietkaution in Fondsanteile zu hinterlegen. Die Bürgschaftsurkunde wird nach der Anlage durch den Depotbetreiber ausgestellt und die Fondsanteile können erst wieder gehandelt werden, wenn die Verpfändungserklärung wieder zurück gegeben wurde.

So legen Sie Ihre Mietkaution in Gold an

  1. Sprechen Sie sich zunächst mit Ihrem Vermieter ab – erst wenn dieser mit der Art der Anlage einverstanden ist sollten Sie fortfahren
  2. Suchen Sie sich einen passenden Fonds, in welchen Sie investieren möchten, bspw. einen Gold ETF oder ETC – oder aber einen Fonds welcher physisches Gold kauft. Es gibt bspw. auch Fonds, welche es erlaubt das physische Gold nach Hause liefern zu lassen, sofern Anteile vorhanden sind. Einer der meistgehandelten Gold Fonds in Deutschland ist der DE000A0S9GB0
  3. Eröffnen Sie ein Mietkautionsdepot – achten Sie auf die Möglichkeit das Depot für die Mietkaution nutzen zu können, dies ist bspw. im FFB Depot oder DWS Depot möglich
  4. Übertragen Sie Fondsanteile aus anderen Depots in das neue Depot oder kaufen Sie dort Fondsanteile mindestens in der Höhe der Mietkaution
  5. Beantragen Sie die Verpfändungsurkunde im neuen Depot, die Fondsanteile welche Sie verpfänden können Sie anschließend nicht mehr handeln