Möglichkeiten ein Mietkautionskonto anzulegen

Auch wenn es seit der Mietrechtsnovelle viele Möglichkeiten gibt eine Mietkaution zu hinterlegen, so sind zwei Arten die am Weitesten verbreitetsten Möglichkeiten: Die Barkaution und das Mietkautionskonto. Die Barkaution ist im Grunde genommen auch noch eine Abwandlung des Mietkautionskontos, da hierbei der Vermieter die Kaution auf einem Bankkonto hinterlegt.

In Deutschland gibt es verschiedene Banken, welche eine Mietkaution ermöglichen. Die traditionellen und örtlichen Banken wie die Sparkasse, Volksbank oder auch die Postbank. Daneben jedoch auch Banken, wie bspw. die Commerzbank, Deutsche Bank und auch Onlinebanken wie bspw. die DKB Bank.

Unabhängig bei welcher Bank man die Kaution hinterlegt – eins ist hierbei gemeinsam: Die Zinsen sind im Keller und durch die Zentralbank vorgegeben niedrig. Daher zahlen die Banken keine üppigen Zinsen auf die Spareinlagen – im Gegenteil, es gibt mittlerweile Negativzinsen und auch die Kontoführungsgebühre oder Einrichtung der Kaution wird bei manchen Banken bezahlt.

Zinsen der Sparkonten orientieren sich am Leitzins

Die niedrigen Zinsen bei den Sparkonten sind kein Zufall – diese werden durch die europäische Zentralbank (EZB) vorgegeben und die Banken können sich mit diesem Zins bei der Zentralbank leihen. Vergibt die Zentralbank jedoch Negativzinsen, so muss die Bank die Ausgaben reduzieren, die negativen Zinsen an die Kunden weitergeben und ist gezwungen das Geld in anderen Finanzinstrumenten zu nutzen um weiterhin gewinnorientiert zu arbeiten. So lange die EZB den Leitzins nicht anheben wird, wird es voraussichtlich auch keine üppigen Zinsen auf die Spareinlagen bei Mietkautionskonten geben.

In den letzten Jahren wurde der Leitzins stets weiter abgesenkt, sodass auch die Zinsen auf den Mietkautionskonten gesunken sind:

DatumZinssatz
10 März 20160,000 %
04 September 20140,050 %
05 Juni 2014 0,150 %
07 November 20130,250 %
02 Mai 2013 0,500 %
05 Juli 2012 0,750 %
08 Dezember 20111,000 %
03 November 2011 1,250 %
07 Juli 20111,500 %
07 April 2011 1, 250 %

Unabhängig von den Zinsen gibt es jedoch zwei Möglichkeiten die Kaution auf einem Sparkonto zu hinterlegen – als Mieter oder aber als Vermieter:

Als Mieter ein Mietkautionkonto einrichten

Ein Mieter hat ebenso wie der Vermieter die Möglichkeit ein Kautionskonto einzurichten. Hierbei wird ein Sparkonto angelegt und dieses durch eine Bürgschaft „eingeforeren“ – der Mieter erhält eine Bürgschaftsurkunde, welche er dem Vermieter überreicht. Somit hat der Vermieter ein Anrecht auf die Kautionssumme, sollten bestimmte rechtliche Situationen eintreten. In erster Linie stellt es jedoch eine Sicherheit dar und sollte in den wenigsten Fällen zum Einsatz kommen.

Legt der Mieter selber das Konto an, so kann er sich eine Bank mit einem Sparkonto Angebot heraussuchen und legt somit auch die Kosten und Zinsen selber fest. Der Vermieter hingegen ist verpflichtet die Kaution getrennt vom sonstigen Vermögen zu einem marktüblichen Zins anzulegen – hierauf hat der Mieter keinen Einfluss.

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Als Vermieter ein Mietkautionskonto einrichten

Bei der Variante, wenn der Vermieter das Kautionskonto anlegt ist die Vorgehsnweise in der Regel so, dass der Mieter dem Vermieter die Kaution in Bar überreicht oder auf ein Girokonto überweist. Der Vermieter ist nun verpflichtet diese Kautionssumme anzulegen. Es gibt für den Vermieter je nach Kreditinstitut auch sogenannte „Verwalterkonten“ um eine Übersicht bei mehreren Immobilien oder Mietern zu erhalten. Eine Möglichkeit besteht bspw. bei der DKB Bank mit dem Vermieterpaket.

Wenn das Konto von Mieter oder Vermieter angelegt wird, so gibt es hierfür ebenfalls einen Rechner, welcher es ermöglicht die derzeitigen Kosten und Zinsen zu vergleichen:

Alternativen für höhere Zinsen bei der Mietkaution

Viele Mieter und Vermieter suchen nach Alternativen in der Situation der niedrigen Zinsen. Dass die Banken keine Zinsen mehr auf die Spareinlagen zahlen ist verständlich, das hinterlegte Kapital ist jedoch totes Kapital, welches nicht genutzt wird, bis der Mieter wieder auszieht. Die Sicherheit kann ebensogut in anderen Investitionen hinterlegt werden, welche eine höhere Rendite erzielen. Dies ist bspw. noch bei einem Mietkautionsdepot möglich, wenn bspw. ein breit gestreuter Fonds verwendet wird.

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