Wer bereits einmal mit einer Mietkaution zu tun gehabt hat, weiß dass es sich häufig um eine mittelere vierstellige Summe handelt, welche als Kaution auf einem Kautionskonto häufig hinterlegt wird. Eine häufige Variante der Mietkaution stellt immer noch die Barkaution dar, obwohl diese auch nicht unbedingt in Bar erfolgen muss, sondern bspw. auch überwiesen werden kann. Bei solchen Summen, kommt es immer wieder zu verschiedenen Betrugsfällen. In den meisten Fällen werden diese Betrüge aus verschiedenen Situationen heraus inszeniert, in welche die Opfer einem Begehren nachgehen, oder aber schlicht aufgrund einer Leichtgläubigkeit und Unwissen gefährdet und geschädigt werden.

Eine Mietkautionsbetrug oder auch Kautionsbetrug läuft häufig in der Abfolge ähnlich an – es wird zwischen Täter und Opfer eine Vertrauen aufgebaut, dieses dann ausgenutzt indem eine Kautions summe vom Täter verlangt wird. Das Opfer zahlt leichtgläubig oder aus Unwissen die vermeintliche Kautionssumme und sieht dieses Geld nie wieder. Doch wie kann man sich vor einem Kautionsbetrug schützen? Zunächst ist der Wohnungsmarkt extrem angespannt, dass solche Maschen überhaupt funktionieren. Ein gesunder Menschenverstand sollte jedem Mieter vor Augen führen, dass es schlicht keine Schnäppchen mehr im Immobilienmarkt gibt – häufig sind dies Köder für die Betrugsmasche.

Aber auch das Wissen über die Mietkaution ist hilfreich um logische Schlussfolgerungen zu ziehen. Das Mietrecht gibt eindeutig vor, dass die Mietkaution sowohl durch den Mieter als auch den Vermieter hinterlegt werden kann.

Tipp: Lassen Sie sich in fragwürdigen Situationen als Mieter nie darauf ein, die Kaution in Bar zu übergeben oder zu überweisen. Nutzen Sie stattdessen die Möglichkeit als Mieter die Kaution selber in einem Kautionskonto, einem Mietkautionsdepot oder bspw. als Bankbürgschaft oder Kautionsbürgschaft zu hinterlegen.

Bei Betrugsmaschen wird dieses Unwissen gezielt ausgenutzt. Wird eine Wohnung nur mit der Möglichkeit angeboten die Kaution in Bar zu übergeben, seien Sie skeptisch – nutzen Sie hierbei die Möglichkeit das Kautionskonto auch bei einer Bank vor Ort mit dem Vermieter anzulegen und zu verpfänden. Oder aber Sie legen das Geld selber an, bspw. auf einem DKB Konto und verpfänden dieses Konto – häufig haben Betrüger hieran kein Interesse.