Der Zinseszinseffekt wird in der Schule oftmals nur kurz beschrieben und anschließend werden andere Themen in Mathematik bearbeitet. Wenn jedoch mehr Schüler den fundamentale Nutzen des Zinseszins verstehen würden, so würde noch mehr Geld gespart werden, um davon zu profitieren. Und wenn es tatsächlich noch Zinsen auf Sparkonten geben würde. 😉

Bei der Mietkaution wird der Zinseszinseffekt besonders sichtbar. Vor einigen Jahren wurde der Zinsrechner für die Mietkaution programmiert und veröffentlicht. Mit diesem ist es einfach möglich nachträglich die Zinsen auf eine angelegte Kaution zu berechnen. Vor Jahren gab es tatsächlich noch Zinsen auf Spareinlagen mit dreimonatiger Kündigungsfrist.

Ein Beispiel: Nimmt man an, dass im Jahr 2005 eine Mietkaution von 2.500€ hinterlegt wurde, so sind seitdem Zinsen in der Summe von 418,25 € angehäuft worden.

Jahrangelegtes Kapital zu JahresbeginnZinssatzZinsen
10.12.20052.500,00 €
10.12.20062.555,00 €2.2 %55,00 €
10.12.20072.617,85 €2.46 %117,85 €
10.12.20082.681,21 €2.42 %181,21 €
10.12.20092.721,96 €1.52 %221,96 €
10.12.20102.763,06 €1.51 %263,06 €
10.12.20112.805,06 €1.52 %305,06 €
10.12.20122.837,04 €1.14 %337,04 €
10.12.20132.862,85 €0.91 %362,85 €
10.12.20142.880,32 €0.61 %380,32 €
10.12.20152.891,55 €0.39 %391,55 €
10.12.20162.898,49 €0.24 %398,49 €
10.12.20172.903,71 €0.18 %403,71 €
10.12.20182.907,77 €0.14 %407,77 €
10.12.20192.911,26 €0.12 %411,26 €
10.12.20202.914,76 €0.12 %414,76 €
10.08.20212.918,25 €0.12 %418,25 €
Gesamtsumme: 2.918,25 €

Die hinterlegten Zinsen in dem Zinsrechner basieren auf den Durchschnitts-Werten der Bundesbank seit 1967. Natürlich kann ein Bankkonto, welches 2005 angelegt wurde auch andere Zinsen enthalten haben, dieses Beispiel zeigt jedoch eindrücklich, welche Kraft der Zinseszinseffekt in nur 16 Jahren hat. 

Was man daran jedoch auch sehr eindrücklich sieht, ist die kontinuierliche Abnahme des Zinses aufgrund der Zinspolitik der EZB. Keine Frage, dies geschieht sicherlich aus validen Gründen um den Euro stabil zu halten, als Sparer muss man sich jedoch fragen, welche Optionen es gibt um weiterhin vom Zinseszins zu profitieren, die Inflation einmal der Einfachheit außen vor gelassen.

Wie kann man heute noch vom Zinseszins bei der Mietkaution profitieren?

Aktuell gibt es auf Kautionssparbücher noch 0,01% Zinsen. Das attraktivste Kautionskonto bietet aktuell die DKB Bank an, da man hierfür als Mieter oder Vermieter keine Gebühren zahlen muss, jedoch noch 0,01% Zinsen erhält:

+

Allerdings kann man auch keine großen Steigerungen durch den Zinseszins erwarten, wenn der Zins langfristig bei 0,01% bleibt. Im Vergleich: Bei 16 Jahren Laufzeit hätte man mit dem Zinseszinseffekt mit einem konstanten Zins von 0,01% lediglich 4€ Zinsertrag bei der gleichen Summe von 2.500€ als Mietkaution erhalten.

Die einzige Möglichkeit in dieser Niedrigzinsphase noch eine Rendite auf die Mietkaution zu erhalten besteht darin ein Mietkautionsdepot zu verwenden. Und auch hier kann man von dem Spareffekt indirekt profitieren, bspw. wenn man thesaurierende Fonds in das Kautionsdepot legt. Hierbei werden die Gewinne, welche durch den Fonds erzielt werden automatisch wieder reinvestiert. Die re-investierte Summe wächst somit bei steigenden Gewinnen von Jahr zu Jahr.

Wie kann man ein Mietkautionsdepot für die Mietkaution einrichten?

Die Einrichtung eines Kautionsdepots ist mittlerweile nicht mehr so schwierig wie noch vor ein paar Jahren. Dank digitaler Prozesse ist es nun möglich ein Kautionsdepot innerhalb kürzester Zeit einzurichten – Growney bietet aktuell (2021) das Mietkautionsdepot an, welches bis auf die Verpfändung komplett online eingerichtet werden kann.

Das DWS Depot ist etwas für Menschen, die bereits schon einmal Fonds gekauft haben und sich grundsätzlich damit schon einmal befasst haben. Es ist das Depot, welches es vergleichsweise günstig ermöglicht ein Depot für die Kaution einzurichten, insbesondere wenn man auf die hauseigenen XTrackers ETF Fonds zurück greift.

Die Vorteile des DWS Mietkautionsdepots

PDF-Dokument zum Antrag ausfüllen

Verpfändungserklärung über Fondsvermittler anfragen

Für längerfristige Mietverhältnisse ideal

Einmalanlage ab 50 €

Kostengünstigstes Kautionsdepot auf dem Markt

Nach Mietverhältnis einfach aufzulösen oder auch als Investition weiterhin nutzbar

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Growney Kautionsdepot

Eines der einfachsten Kautionsdepots: Growney

Einfach online beantragen

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Einmalanlage ab 500 €

Innerhalb kurzer Zeit Kaution eingerichtet

Nach Mietverhältnis einfach aufzulösen oder auch als Investition weiterhin nutzbar

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Die Mietsicherheit funktioniert bei einem Kautionsdepot ähnlich wie bei einem Mietkautionskonto: Zunächst wird ein Depot eröffnet, dann die Kautionssumme von einem Referenzkonto eingezogen und damit Fondsanteile gekauft. Als letzten Schritt erfolgt eine Verpfändung des Depots für die Mietdauer an den Vermieter. In der Zeit während der Mietdauer kann man als Mieter die Fondsanteile nicht handeln oder verkaufen, erst sobald die Verpfändung wieder aufgehoben wurde. Sollte der Vermieter Forderungen geltend machen, so werden die Fondsanteile verkauft und der Vermieter kommt an das Geld.

Für wen ist ein Kautionsdepot sinnvoll?

Ein Kautionsdepot ist primär für Mieter, die längerfristig planen in einer Wohnung zu bleiben – also über einen Zeitraum von mehreren Jahren und dabei die Mietkaution nicht schlecht verzinst auf einem Sparbuch anlegen möchten. Durch die höhere Rendite über einen längeren Zeitraum kann so die Anlage, welche ansonsten totes Kapital bedeutet, noch sinnvoll und gewinnbringend investiert werden.

Allerdings können Fondsanteile auch im Wert schwanken, diese Investition ist etwas risikobehafteter als die einfache Anlage auf einem Sparbuch. Wählt man breit diversifizierte Fonds aus, bspw. einen Welt Fonds oder wählt man mehrere Fonds aus, in denen auch Anleihefonds wie bspw. bei Growney enthalten sind, so wird dadurch das Risiko minimiert, trotz höherer Rendite.

Warum ist ein Mietkautionsdepot auch für Vermieter attraktiv?

Ein Sparbuch wirkt in Zeiten der Negativ-Zinsen anachronistisch – als das Sparbuch bei Banken erfunden wurde, gab es keine negative Verzinsung – man konnte sich dies schlicht nicht vorstellen. Und auch heute funktioniert dies eigentlich nur, wenn das Bargeld langfristig abgeschafft wird – niemand zwingt einen das Geld bei einer Bank zu verwahren.

Bei der Kaution scheint es zumindest ohne viele Bedenken hin genommen zu werden. Dass man auch keinen Inflationsausgleich mehr hat – häufig liegt es daran, dass der Vermieter lediglich eine Sicherheit benötigt und die Kosten für eine Anlage scheut, diese mindern schließlich die Rendite.

Daher ist auch ein Mietkautionsdepot für den Vermieter interessant: Der Mieter legt die Kaution auf einem Depot an. Es wird in Sachwerte investiert, welche von der Inflation unberührt sind und der Mieter übernimmt auch in diesem Fall die Gebühren für die Investition – aus dem Grund, da auch die voraussichtlich wesentlich höhere Rendite diese Kosten ausgleicht. Und es gibt noch einen Vorteil für den Vermieter: Die Mietsicherheit steigt mit dem hinterlegten Kapital. Gemäß Mietrecht ist es so, dass Zinsen, welche auf die Kaution gezahlt werden die Sicherheit erhöhen. Sollte demnach ein Schaden an der Immobilie auftreten, welcher bspw. höher als die initial hinterlegte Kautionssumme sein sollte, so kann der Vermieter auf die Kaution inklusive der Wertsteigerung zugreifen.